„Gute Nachrichten“ aus Berg



Die ‚guten’ Nachrichten aus dem Stuttgarter Stadtteil Berg reißen nicht ab:  

 

Auf dem Gelände der ehemaligen Frauenklinik entstehen 200 Wohnungen neu. Im städtischen Mineralbad Leuze ist soeben das neue Kinderland eröffnet worden. Für das Mineralbad Berg wird ein neues Konzept gesucht und die Planungen für ein Hotel und Gesundheitszentrum sind in vollem Gange. Der SWR wird seinen kompletten Fernsehbetrieb auf das Areal des Parkhotels verlagern. Im Mühlenviertel (ehemaliges Baur-Areal) wird ein völlig neues Quartier entstehen.



Wachstum, Wachstum, Wachstum



Die Einwohnerzahl wird innerhalb der nächsten zwei Jahre von 2200 auf 3500 steigen. Allein im Mineralbad Leuze sind die Besucherzahlen in den letzten 30 Jahren von 190 000 auf 950 000 pro Jahr gestiegen. Das Mineralbad Berg besuchen zur Zeit 300 000 Menschen pro Jahr. Alle Großveranstaltungen und Spaziergänger im Park  zusammengenommen, geht der Berger Bürgerverein derzeit von ca. 1,5 Millionen Besuchern p.a  aus. Davon benutzen nach unserer Schätzung lediglich 30%  öffentliche Verkehrsmittel. Dies bedeutet eine Zunahme des Individualverkehrs um das fünffache in den vergangenen 30 Jahren.



Und was das alles kostet..



(Schätzungen der B.B.e.V.)  
  
Kinderland Leuze:  4 Millionen EUR 
Parkhaus Leuze:  3 Millionen EUR (ohne weiter geplanten Ausbau) 
Mineralbad Berg:  10 Millionen EUR 
Hotel / Gesundheitszentrum:  60 Millionen EUR 
SWR Studio Neubau:  100 Millionen EUR 
ParkQuartier Berg:  35 Millionen EUR 
Mühlenviertel:  20 Millionen EUR 
  
summa sumara:  232 Millionen EUR 


Und jetzt zur Verkehrslenkung!



Was hat die Stadt Stuttgart für die Infrastruktur in Berg getan? Auf einer Länge von 500 Metern ist eine 30 Km Zone eingerichtet worden. Die unsinnigerweise in der Kuhnstraße wieder aufgehoben ist. Mehr ist nicht passiert. Das heißt: Bautechnisch explodiert der Stadtteil Berg geradezu. Aber der Straßenbestand bleibt wie gehabt aus der Zeit um 1970. Das ist bequem für die Verantwortlichen. Und eine Zumutung für die Bürger. Architekten und Stadtplaner aus unserem Verein haben deshalb Lösungen erarbeitet.

 

Der Stadt sind diese Pläne bekannt gemacht worden. Im Kern wollen wir eine separate Erschließung der Bäderachse. Die Zufahrt zu den Mineralbädern soll durch einen ‚Bädertunnel’ parallel zum Schwanentunnel erfolgen. Seit zwei Jahren liegen diese Pläne auf dem Tisch. Das Amt für Stadtplanung und Stadtentwicklung hat sie geprüft und als technisch machbar eingestuft.



Was soll der Bädertunnel denn kosten?



Die Kostenuntersuchung durch die Stadtverwaltung hat einen Betrag von 6 Millionen Euro ergeben. Die Berger Bürger sind der Meinung, dass dies eine Investition in die Zukunft ist. Die Kosten dafür erscheinen uns angemessen. In Anbetracht der Investitionsbeträge von rund 232 Millionen, die im Stadtteil anstehen. Siehe oben. Machbar ist, was politisch erwünscht ist. Für die Messe am Killesberg wurde damals aufwändig die Stadtbahn durch einen Tunnel verlegt.



Wem bringt der Bädertunnel was?



Er bringt der ‚Grüne Lunge’  Berg im angeblich so kinderfreundlichen Stuttgart bessere Luft.
Er bringt dem Kinderland im Leuze bessere Luft.
Er bringt für die Besucher in den Mineralbädern bessere Luft.
Er bringt den Besuchern im Gesundheitszentrum und über dem Wellness-Hotel bessere Luft.
Und: Natürlich bringt er auch den Berger Bürgern endlich bessere Luft. (Wir verweisen auf die Feinstaubmessungen und den Luftschadensbericht der Landeshauptstadt Stuttgart, wonach am Neckartor und im Stuttgarter Osten die dickste Luft  in der Landeshauptstadt herrscht.)

 

Der Bädertunnel wird die Luftqualität nicht nur für Besucher, sondern für den gesamten Stadtteil verbessern. Die Berger Bürger e.V. sind der Ansicht, dass zum Ausbau eines Stadtteils und seiner  Freizeiteinrichtungen auch die logische und konsequente Verkehrserschließung gehört. Dazu brauchen wir den separaten Bädertunnel.



Stellen Sie sich mal vor...



auf den Fildern würde eine neue schicke  Landesmesse gebaut. Und als Zufahrt würde man die Feldwege durch die Krautäcker belassen.


Bei 232 Millionen Euro Gesamt-Bauvolumen in Berg bewegen sich die Kosten für den Tunnel im Skonto-Bereich!